Pressemeldung der IV „Hochwasserschutz Ja – Kein Flutpolder Leipheim“:

 

Interessenvertretung „Hochwasserschutz Ja – Kein Flutpolder Leipheim“ kämpft weiter gegen Flutpolder

 

Das Bayerische Umweltministerium hat bekannt gegeben, dass das gigantische Hochwasserrückhaltebecken in Leipheim weiterverfolgt wird. Statt effektivem regionalem Hochwasserschutz hat es sich für ein Mammutprojekt ohne jegliche Verhältnismäßigkeit ausgesprochen, obwohl die Ministerin bislang versichert hat, dass Leipheim als möglicher Flutpolderstandort nicht favorisiert ist. Die Begründung für diese Vorhaben möchte das Wasserwirtschaftsamt am 14.12 um 19.00 Uhr in Riedheim bekannt geben. Die Interessenvertretung wird zu einer Gegendemonstration aufrufen.

 

Die Interessenvertretung „Hochwasserschutz Ja – Kein Flutpolder Leipheim“ akzeptiert die Entscheidung des Umweltministeriums nicht, und wird weiter auf die großen Gefahren eines solchen Projekts hinweisen, Gegenvorschläge  machen, um Hab und Gut zu schützen. Die IV will Petitionen für Vorschläge zu Gesetzesinitiativen und politischem Handeln zu machen und alle gesetzlichen Mittel ausschöpfen, den Flutpoder in Leipheim doch noch zu verhindern.

 

Das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist noch nicht gesprochen. Aufgeben wollen wir den Widerstand nicht. Von den betroffene Mandatsträgern erhoffen wir Unterstützung, denn, außen von Bürgermeister Konrad, haben wir noch keine Unterstützung erhalten. Alle betroffenen Bürger sollten sich mit aller Kraft gegen diese staatliche Willkür gemeinsam wehren.

Pressemitteilung der IV „Hochwasserschutz Ja – Kein Flutpolder Leipheim“

 

 

Naturkenner und ausgewiesener Pilzexperte mischt sich in Diskussion um Flutpolder ein

 

Der in der Region wohnhafte Naturkenner und ausgewiesene Pilzexperte Manfred Enderle übte bei der Veranstaltung des WWA am 14.12. in Riedheim scharfe Kritik an dem geplanten Flutpolder in Leipheim und der jährlich mehrfachen und teilweise bis zu fünf Meter hohen Flutung des Auwalds.

 

In einem mykologischen Gutachten zum Leipheimer Auwald beschreibt er nun die katastrophalen Folgen einer Überflutung und der nachfolgenden Sedimentierung, durch die Milliarden von Pflanzen und Tieren ersäuft und erstickt würden. Laut dem Gutachten beherbergt der hiesige Donauauwald mindestens 50 stark gefährdete Pilzarten, wie beispielsweise den Riedheimer Rötling (Entoloma riedheimensis), der bisher nur im Leipheimer Auwald gefunden wurde oder den Schneerübling (Collybia nivalis), beides Erstfunde für Deutschland. Durch den Polderbau und die angedachte Flutung würden fast alle gefährdeten Pilzarten im Auwald zugrunde gehen.

 

Die IV akzeptiert die Entscheidung des Umweltministeriums zum Polderbau nicht und wird weiter auf die großen Gefahren eines solchen Projekts hinweisen. Das Anliegen der IV ist es, möglichst alle Einzelinteressen aller Betroffenen gegen den Flutpolder zu bündeln, alle in ein Boot zu holen, um gemeinsam gegen den Flutpolder zu kämpfen.

 

Die IV wird weitere Gutachten von Experten einholen, die die negativen Folgen und Schadenspotenziale eines Flutpolders aufzeigen. Diese Gutachten sollen die negativen ökologischen Folgen beleuchten, als auch die Gefährdung der lokalen Trinkwasserversorgung und die Schadenspotenziale, die durch die Grundwasserproblematik verursacht werden. Diese Gutachten sollen das Fundament der Argumente gegen den Flutpolder darstellen, die die IV weiter vehement vertreten wird.    

Gerd Mannes

 post@kein-flutpolder-leipheim.de

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.